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Schlußdiskussion

Next Generation Access und Open Access Network

Am 28.1. hat die CMG-AE – die Computer Measurement Group Austria and Eastern Europe - in Wien eine spannende Tagung zum Thema Next Generation Access veranstaltet. 120 TeilnehmerInnen und 10 Referenten stellten sich dem kontroversiellen Thema und diskutierten Wege für einen flächendeckenden Breitbandausbau in Österreich.

Harald Hoffmann, Pionier im Telekommarkt und Geschäftsführer der Metadat GmbH, skizziert die Ausgangssituation mit einigen Kernaussagen: „Kupfer ist nicht tot, es stirbt“ oder „mobiles Breitband lebt, aber in Nischen“. Eine Perspektive vom BMVIT zeichnet MR Dr. Ruzicka vom BMVIT: Das Glasfasernetz für sich allein bringt nichts, erst die Nutzung ist gewinnbringend. Bei den Anträgen zum Förderprogramm AT:net ist daher die Darstellung des Nutzens essentiell. Noch im Frühjahr 2010 wird das neue Förderprogramm „EU Recovery Package“ im Rahmen des österreichischen Programms für die Entwicklung des ländlichen Raums, dotiert mit 30 Mio. EUR, gestartet. Er fordert jedenfalls die Kooperation mit Stakeholdern.

Herr Dr. Igor Brusic, SBR Juconomy, legt das Gebot der Stunde dar: wir benötigen neue Geschäftsmodelle in einem neuen, geänderten Umfeld. Er fordert ein Open Access Network - das offene Glasfasernetz zum Kunden - jeder Kunde kann jeden Diensteanbieter wählen, jeder Diensteanbieter kann zu jedem Kunden. Breitbandausbau im ländlichen Raum ist keine Weiterentwicklung, es ist ein Paradigmenwechsel: Glasfaserinfrastruktur ist wie jede andere kommunale Infrastruktur (Kanal, Straße, Fernwärme) zu sehen und so zu behandeln: konkrete Aktivitäten von Gemeinden sind damit gefordert.

Einen internationale Blickwinkel zeigte Herr DI Tauber vom FTTH Council: er führt aus, daß Europa bereits heute beim Glasfaserausbau gegenüber Asien und USA zurückliegt.

Ein Highlight dieser Tagung stellt ein Bericht von Bürgermeister Höbarth aus St. Martin dar: Drei kleine Gemeinden - St. Martin, Großschönau und Bad Großpertholz - bauen seit einigen Jahren gemeinsam mit der Kanalisation ein Glasfasernetz bis zum Kunden. Jahrelang hat sich kein Netzbetreiber um diese Region gekümmert: in den letzten 40 Jahren ist die Einwohnerzahl in St. Martin von 2.500 auf 1250 gesunken: Die Abwanderung muss durch eine Steigerung der Lebensqualität und Reduzierung der digitalen Kluft gebremst, die Zuwanderung durch Private, aber auch Unternehmen, gefördert werden, so die Ausführung von Bürgermeister Höbarth. Das Netz ist die Basis für das regionale Bürgernetz, wer nicht immer vorne ist, ist hinten – so die Ausführungen von Herrn Höbarth.

Herr Vanderbeke von Alcatel-Lucent beleuchtete die Kosten der Errichtung (CAPEX), sowie die Betriebs- und Wartungskosten (OPEX) eines Glasfasernetzes. Kontroversiell war der Schlußvortrag von Herrn Dr. Steinmauerer, T-Mobile: Die alternativen Mobilnetzbetreiber sehen in der Zukunft eine Konvergenz von mobilem Breitband und Festnetz - Breitband; allerdings werden für das mobile Breitband kurzfristig einige Frequenzbänder aus dem freiwerdenden Frequenzspektrum für analoges Fernsehen benötigt, um damit wirtschaftlich den ländlichen Raum mit Breitbanddiensten zu versorgen. Rein technologisch gesehen, liegt die Zukunft jedoch eindeutig im Glasfasernetz.

Diese gelungene Tagung mit einer umfassenden Beleuchtung des Themas Next Generation Access hat die Erwartungen der Teilnehmer ganz erfüllt. Aufgrund der brisanten Entwicklungen und der Aktualität der Thematik wird die CMG-AE Arbeitsgruppe „Open Access Network“ weitere wegweisende Veranstaltungen organisieren.

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Schlußdiskussion
 

Schlußdiskussion

bei der spannenden und kontroversiellen Schlußdiskussion standen aller Referenten Rede und Antwort

 
Vortrag
 

Vortrag

MR Ruzicka informierte über Breitbandförderungen seitens des BMVIT

 
Publikum
 

Publikum

über 120 Teilnehmer diskutierten das Thema Open Access in Österreich

 
Vortrag
 

Vortrag

Bürgermeister Höbarth stellte sein Pionierprojekt „Breitbandausbau im Lainsitztal“ dar

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