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Führungskräfte-Forum - Die Rückkehr der Dörflichkeit

„Bleiben Sie neugierig! Lassen Sie sich auf Web 2.0 ein und nehmen Sie sich die Zeit dafür, auch wenn es vom operativen Geschäfts abhält!“ Mit dieser Aufforderung verlieh Hannes Offenbacher seinen Worten am Ende des Vortrags deutlichen Nachdruck. Am 26.01.2010 fand die Abendveranstaltung des AOUG Führungskräfte-Forums zum elften Mal im Haus der Musik statt. Der Abend stand ganz im Zeichen des Social Web: Dem Zusammenspiel von Vernetzung, Interaktion und Technik. Die rege Diskussion am Ende des Vortrags zeigte, dass das Thema beim Publikum auf großes Interesse gestoßen ist. AOUG Vorstand, DI Ingrid Kriegl, konnte sich über einen gelungenen Start ins Jahr 2010 freuen.

Revolution durch Interaktion!
Das Aufbrechen der starren Strukturen im klassischem Web mit Web 2.0, in dem jeder Internet-User Inhalte online stellen kann, hat dazu geführt, dass die Mechanismen und Praktiken wie man sie in Dörfern beobachten kann, dem Handeln im Social Web sehr nahe kommen. Hier wie dort baut man auf stabile Beziehungen, es gibt ein starkes Gemeinschaftsgefühl, auch der Wunsch nach Anerkennung ist stark. Darüber hinaus lassen sich in beiden Bereichen Machthierarchien und soziale Verpflichtungen beobachten. Wenn es also um die Frage geht, wie man sich im Social Web zu verhalten hat, dann hilft einem Neueinsteiger in der Community diese Allegorie von Offenbacher bestimmt!

Web 2.0 ist viel MEHR als Technik!
Was einmal sehr techniklastig begonnen hat, hat sich emanzipiert. Usability und die Etablierung gewisser technologischer Voraussetzungen lässt das Augenmerk auf das richten, was Web 2.0 so „social“ macht: Unkompliziertes Networking, schnelles Einholen von Informationen inklusive Bewertungen. Und dezidiert für Unternehmen: Kampagnen führen, die sehr hohe Medienwerte erzielen. Doch aufgepasst: Erfolg hat auch hier nur der, der mit einer gut durchdachten Strategie seine Aktionen durchführt. Folgenden Tipp gab der Vortragende dem Publikum mit auf den Weg: Sich vorab zu überlegen, wobei oder womit einerseits die Leute Spaß haben und worüber sie sich andererseits aufregen. Und dann auf Basis dieser Überlegungen die Aktionen planen.

Offenbacher hat in seinem Vortrag einen Streifzug durch das Web 2.0 gemacht. Sämtliche Begriffe wie Facebook, Twitter, Bloggen, Digital Natives und Community wurden betrachtet, Beispiele von Kampagnen, die zum Staunen einladen vorgestellt und auch auf einen Ausblick auf die Zukunft wurde nicht vergessen. Worauf wir uns also einstellen dürfen? Langfristige Planungen und lineare Hochrechnungen in diesem Umfeld bringen nichts, da nichts voraussagbar ist. Zugleich birgt das Web Potenzial für radikale Innovationen und technologische Umwälzungen, die früher undenkbar waren und bereits heute innerhalb kürzester Zeiten möglich sind.

Das nächste AOUG Führungskräfte-Forum findet am 23. März 2010 statt. Herr Schuster von System One GmbH wird über: „Das ewige Leid rund um das Thema Wissensmanagement - Was bringt die Zukunft!“ sprechen.

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